Presse / Rückblick

2007

Auf der Grundlage eines Bibeltextes des Alten Testaments 
(5 Moses 15,1-11) führten rund 40 Christen zum Teil auch eine engagierte sozialpolitische Diskussion. Das Thema des zuletzt geführten ökumenischen Bibelgesprächs der ACK Andernach lautete:
Das Erlassjahr: „Es darf keine Armut unter euch geben!“

Ökumenische Bibelgespräche erfreuen sich guter Resonanz
Nächstes Bibelgespräch der ACK Andernach am 22. März

Jeweils rund 40 Christen unterschiedlichster Konfessionen setzten sich  bereits in den vergangenen Wochen engagiert mit herausfordernden Texten des Alten Testaments auseinander. Die diesjährigen Ökumenischen Bibelgespräche, erstmals von der neugegründeten „Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Andernach“ ausgerichtet, stehen in diesem Jahr unter dem Motto  „Lass uns den Weg der Gerechtigkeit gehn, dein Reich komme, Herr“.  
Am Donnerstag, 22. März 2007 findet das dritte der vier ökumenischen Bibelgespräche um
20 Uhr, im Thomas-Becket-Haus, Breitestraße, statt. Das Thema des Abends lautet „Konzept zur Hilfe (Römerbrief 12,1-13)“

Hingewiesen wird auch auf den letzten Termin am 29. März 2007.

Informationen zur ACK Andernach findet man im Internet unter www.christen-andernach.de .

Blick aktuell, März 2007

 

ACK Andernach nimmt ihre Arbeit auf
Hans-Werner Schlenzig leitet ökumenische Arbeitsgemeinschaft
 

Andernach. Neun Andernacher Kirchengemeinden gründeten im November letzten Jahres in der Christuskirche eine lokale Arbeitgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) und bekräftigen damit ihre Absicht, künftig auf der Basis von gemeinsamen Glaubensgrundlagen ihr ökumenisches Miteinander zu stärken und in konkreten Fragen zu gemeinsamem Handeln zu kommen. In der konstituierenden Delegiertenversammlung wurden jetzt die formellen Weichen für die künftige Arbeit der ökumenischen Vertretung gestellt.

 

Zum Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft wählten die zehn Delegierten Hans-Werner Schlenzig von der Alt-katholischen Pfarrgemeinde St. Jakobus. Andreas Horn (Evangelische Kirchengemeinde) und Artur Kern (Freie Christengemeinde Jesus-Haus) stehen ihm als Stellvertreter zur Seite.

 

Die Delegierten der Mitglieds-Gemeinden wollen bei ihrem folgenden Treffen konkrete Veranstaltungen bzw. Aktionen für das Jahr planen. Man verständigte sich zunächst darauf, noch im März interessierten Christen „Ökumenische Bibelgespräche“ anzubieten, die bereits in den vergangenen Jahren für reges Interesse gesorgt hatten. Über Inhalte und Termine wird in Kürze in der Lokalpresse und auf der Homepage der ACK Andernach informiert.


Die ACK-Andernach steht für weitere interessierte Kirchengemeinden offen. Aktuelle  Informationen zur ACK Andernach findet man im Internet unter www.christen-andernach.de .

 

Die Delegierten der ACK Andernach streben ein fruchtbares ökumenisches Miteinander auf der Basis gemeinsamer Glaubensgrundlagen an: (von links nach rechts) Angelika Dortmann, Petra Kitzmann, Klaus Klein, Isabell Krupp, Michael Krupp, Artur Kern, Hans-Werner Schlenzig, Andreas Horn,  Dorothee Strietholt, Barbara Liss-Gul, Petra Löcherbach, Kuno Füssel.

Andernach aktuell, Januar 2007

2006

Neun Kirchengemeinden gründeten die ACK-Andernach

Neun Andernacher Kirchengemeinden haben am Abend des 22. November in der Christuskirche in Andernach eine lokale Arbeitgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) gegründet. Sie bekräftigen damit ihre Absicht, künftig auf der Basis von gemeinsamen Glaubensgrundlagen ihr ökumenisches Miteinander zu stärken und in konkreten Fragen zu gemeinsamem Handeln zu kommen. Viele hundert Gäste aus Kirche und Gesellschaft waren an dem Gründungstag bei dem ersten ökumenischen Gottesdienst der ACK-Andernach Zeugen, als Kirchenverantwortliche und Gemeindevertreter die Satzung der Arbeitsgemeinschaft unterzeichneten. Um das Ereignis zu unterstreichen läuteten am Abend die Glocken aller Andernacher Kirchen.

 


Die Pastoralreferentin Dorothee Strietholt zu Beginn des Festgottesdienstes betonte, wollen die ACK-Mitglieder den Glauben an Jesus Christus in das Zentrum ihres gemeinsamen Handelns stellen: „Diesen Glauben wollen wir bezeugen, nicht auf eine frömmlerische, naive Weise, die einen abstrakten Glauben zum Allheilmittel erklärt,  aber auch nicht mit einem arroganten Absolutheitsanspruch.“ Vielmehr gehe es darum, ganz konkret das ins Spiel zu bringen und sich selbst davon ansprechen lassen, wofür der Mensch Jesus gestanden habe: „Seine Parteinahme für die Armen; seine Offenheit gegenüber denen, die als Versager und Sünder gelten; seine Warnung vor dem Reichtum und seine radikale Konzentration auf Gottes Reich, der Lebensmöglichkeit für alle Menschen“. Wie der Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde, Andreas Horn, betonte, geht es der ACK darum, „gemeinsam Jesus zu entdecken“, der sich den Ausgestoßenen angenommen und der den Menschen aufgetragen habe, die Welt so zu gestalten, dass sie Gott immer mehr entspreche. „Unser Wunsch ist es, dass immer mehr Christen sagen, es gibt in Andernach nur ein Haus Gottes, das allerdings viele Zimmer hat“, sagte Horn. Ein solches „Haus Gottes“ solle durch die Gründung der ACK im gemeinsamen Beten und Handeln gestärkt werden.

 


Diese Grundgedanken kommen auch in der Satzung der ACK-Andernach für die gemeinsame Arbeit zum Ausdruck, mit der sie die Einheit der getrennten Kirchen und Gemeinden am Ort fördern will. „Als Mitglieder der verschiedenen christlichen Gemeinden in der Stadt Andernach wissen wir uns dem Wort Jesu verpflichtet und suchen nach Wegen zu größerer Gemeinschaft auf der örtlichen Ebene“, heißt es in der Präambel. Die Satzung unterzeichneten Verantwortliche der Katholischen Pfarreien Maria-Himmelfahrt, St. Albert und Sankt Peter, St. Bartholomäus (Namedy) und St. Stephan, der Evangelischen Kirchengemeinde, der Alt-Katholischen Pfarrgemeinde St. Jakobus, der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (Baptisten) und der Freien Christengemeinde Jesus-Haus. Zu den Unterzeichnern gehörten auch der Ökumenereferent des Bistums Trier, Dr. Siegfried Schmitt und der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Koblenz, Dr. Markus Dröge. In ihren Grußworten äußerten sie ihre Freude über die Gründung der ACK-Andernach, die einen Meilenstein in der ökumenischen Geschichte der Stadt Andernach darstellt. Musikalisch wurde der Gottesdienst gestaltet von Harald Meier von der Freien Christengemeinde Jesus Haus.


Die ACK-Andernach steht für weitere interessierte Kirchengemeinden offen. Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen gibt es auch auf Bundes- und Regionalebene sowie in vielen anderen Städten Deutschlands, zum Beispiel in Neuwied.

Pressedienst des Bistums Trier, November 2006

 

Ein Meilenstein in Andernachs ökumenischer Geschichte
Neun Kirchengemeinden gründen die ACK Andernach
Feierlicher Gottesdienst am Buß- und Bettag in der Christuskirche 

Mit der Gründung der „Arbeitgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Andernach“ die im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes am 22. November 2006 (Buß- und Bettag), 19.30 Uhr  in der Christuskirche von neun Andernacher Kirchengemeinden besiegelt wird, wollen Christen in der Bäckerjungenstadt ihr ökumenisches Miteinander auf ein zukunftsweisendes Fundament stellen. Die ACK Andernach soll künftig auf der Basis von gemeinsamen Glaubensgrundlagen das ökumenische Miteinander stärken und in konkreten Fragen zu gemeinsamen Handeln kommen.

Mit der Einrichtung einer "Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK)", die sich auch auf Bundes- und Regionalebene sowie in vielen Städten Deutschlands (z.B. Neuwied) bereits gebildet hat, wollen nun auch Andernacher Christen konzentriert und organisiert den ökumenischen Gedanken leben und die gegenseitige Offenheit und das Verständnis füreinander fördern, ohne dabei andere ökumenische Arbeit ersetzen zu wollen.

Zahlreiche Gäste aus Kirche und Gesellschaft werden am Gründungstag dem ersten ökumenischen Gottesdienst der ACK Andernach beiwohnen und Zeugen sein, wenn  Gemeindevertreter und übergeordnete Kirchenverantwortliche der neun Gründungsmitglieder die Satzung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Andernach unterzeichnen. Die Glocken der Andernacher Kirchen werden am Abend läuten, um das erfreuliche Ereignis zu unterstreichen. Alle Christen sind herzlich eingeladen, den Gottesdienst in der Christuskirche mitzufeiern. Im Anschluss besteht Gelegenheit zur geselligen Begegnung.

In der Präambel der Satzung der ACK Andernach kommt das Verständnis der Arbeitsgemeinschaft zum Ausdruck: „Als Mitglieder der verschiedenen christlichen Gemeinden in der Stadt Andernach wissen wir uns dem Wort Jesu verpflichtet und suchen nach Wegen zu größerer Gemeinschaft auf der örtlichen Ebene......Die Grundlage unseres gemeinsamen christlichen Glaubens und unserer Zusammenarbeit ist das Wort Gottes, wie es in Jesus Christus endgültig geoffenbart und in der Heiligen Schrift, Alten und Neuen Testaments, bezeugt ist... Durch die Mitgliedschaft in der lokalen ACK Andernach bringen die Kirchen und Gemeinden zum Ausdruck, dass sie miteinander als Glieder der einen Kirche Jesu Christi an der Gotteskindschaft teilhaben... „

Mit ihren vielfältigen Aufgabenstellungen, die im einzelnen der Satzung zu entnehmen sind, will  die Arbeitsgemeinschaft die Einheit der getrennten Kirchen und Gemeinden am Ort fördern

Folgende Kirchengemeinden werden beim Start der Arbeitsgemeinschaft mit dabei sein:
die Alt-katholische Gemeinde St. Jakobus, die Evangelische Kirchengemeinde, Evangelisch.- Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), die Freie Christengemeinde Jesus-Haus, die Kath. Pfarreien Maria-Himmelfahrt, St. Albert und Sankt Peter, St. Bartholomäus (Namedy) und St. Stephan. Für weitere interessierte Kirchengemeinden steht die Arbeitsgemeinschaft offen.

Es war ein langer Weg zur ACK Andernach: Jahrzehntelang gab es auch in der Bäckerjungenstadt immer wieder Annäherungen verschiedener Konfessionen, ökumenische Gottesdienste und Begegnungen. Gläubige der beiden großen Kirchen wurden sich so mehr und mehr vertraut. Zahlreiche freie Kirchengemeinden bereichern seit einigen Jahren das christliche Leben in der Kleinstadt am Rhein. Vorurteile, Schwellenängste und Missverständnisse verhinderten jedoch längere Zeit die Erweiterung des innerchristlichen Dialogs. Ende der 90er-Jahre fanden sich einige haupt- und ehrenamtliche Vertreter verschiedener christlicher Gemeinden am "Runden Tisch der Kirchen und Gemeinden in Andernach" zusammen. Sechs Jahre später, nach zahlreichen Diskussionsrunden, Aktionen und gemeinsamen Gebeten mündete dieser kleine, fast unauffällige ökumenische Prozess im Jahr 2003 in den "Initiativkreis Stadt - ACK", der durch einige interessierte Christinnen und Christen verstärkt wurde. Dieser Initiativkreis bereitete sich seitdem auf die Gründung einer offiziellen ökumenischen Vertretung vor.

Blick aktuell, November 2006

 

250 Christen feierten Pfingsten im Schlossgarten
Initiativkreis ACK Andernach lud ein zum ökumenischen Gottesdienst

Andernach. Damit hatten die Organisatoren des Freiluft-Gottesdienstes offenbar nicht gerechnet: Mehr als 250 Andernacher Christinnen und Christen aus unterschiedlichen Kirchen folgten der Einladung in den Schlossgarten. Dort feierten sie in herzlicher Atmosphäre einen Pfingst-Gottesdienst und ließen ihre Zusammenkunft mit einem kleinen Begegnungsfest bei Gulaschsuppe ausklingen.

„Vom Hörensagen“, überschrieb der Initiativkreis ACK Andernach die Wortgottesdienst-Feier.  Mit dieser Stunde des biblischen Wortes, der Gebete und Gesänge bezeugten die engagierten Christen,   trotz aller Unterschiedlichkeiten, die Gemeinsamkeit der verschiedenen Konfessionen und trugen dazu bei, noch bestehende Vorurteile unter den christlichen Gemeinschaften abzubauen.
Der ökumenische Pfingst-Gottesdienst wurde vorbereitet von einer Arbeitsgruppe des Initiativkreises ACK Andernach. Dieser Initiativkreisreis setzt sich zusammen aus Christen von acht Andernacher Kirchengemeinden. Die Abordnungen von Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen der Gemeinden, haben sich zum Ziel gesetzt, in Andernach eine Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) zu bilden. Die ACK will auf der Basis von gemeinsamen Glaubensgrundlagen das ökumenische Miteinander stärken und möchte  in konkreten Fragen, zu gemeinsamen Handeln kommen.  

Harald Meier (Freie Christengemeinde) zeichnete verantwortlich für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes.
Pastor Andreas Horn (Evangelische Kirchengemeinde) begrüßte die zahlreichen Gottesdienstbesucher und zeigte sich erfreut über die Resonanz. Mit einem Zwiegespräch nahmen Petra Löcherbach (St. Bartholomäus, Namedy) und Michael Krupp (St. Albert) die Vielfalt der Andernacher Kirchengemeinden unter die Lupe. 
Im Wechsel betete Pastor Tobias Mussler (Freie Christengemeinde) einen Psalm mit der ökumenischen Gemeinde. Isabell Krupp (St. Albert) trug die Lesung vom Geist und den vielen Gaben (1 Kor 12,4-11) vor, auf die Pastor i.R. Hans-Werner-Schlenzig (Altkatholische -Gemeinde) in seiner Ansprache einging. Der Theologe zeigte sich überzeugt davon, dass es viele Kirchen gar nicht mehr gäbe, wenn nicht der Heilige Geist in ihnen wirken würde. Zugleich sprach er einen Traum vieler Christen aus: „Warum sollen nicht in einer geeinten Kirche die verschiedenen Konfessionen ihre je eigenen Geistesgaben oder Schwerpunkte leben?“.
Pastor Alfred Becker (Maria-Himmelfahrt) betete im Wechsel mit der Gemeinde das Nizänische Glaubensbekenntnis, dem sich alle anwesenden Konfessionen und Kirchen verbunden fühlen. Pastoralreferentin Dorothee Strietholt (St. Albert/St. Peter) leitete die Fürbitten ein, die jeweils von einer Vertreterin bzw. Vertreter einer Gemeinde vorgetragen wurde. Zu jeder Bitte zündeten die Christen eine Kerze an, die das bekannte Symbol der ökumenischen Bewegung trug.

Die Kollekte für die bald in Andernach gegründete Zweigstelle der „Mayener Tafel“
an der sich bedürftige Menschen ein Mal in der Woche mit Lebensmitteln versorgen können erbrachte 872,-- €.

Pastor Dietmar Schäfer (Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde) sprach das nachdenklich stimmende „Gebet um den Lebendigmacher“. Andreas Horn beschloss den Gottesdienst mit dem Segen und lud die Gemeinde ein, sich während des gemeinsamen Essen sich untereinander näher kennen zu lernen.

Blick aktuell, Juni 2006

 

Lust auf ...
... ökumenische Bibelgespräche?

"Beten mit den Psalmen" heißt eine Reihe ökumenischer Bibelgespräche, die am Donnerstag, 9. März, 20 Uhr, im Thomas-Becket-Haus von St. Albert beginnt. Seit 2004 werden die Abende vom "Initiativkreis Andernacher Stadt-ACK" vorbereitet. ACK steht für Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen. Sie will versuchen, dass alle in der Stadt ansässigen Kirchen intensiver zusammenarbeiten bei gemeinsamen Veranstaltungen, Aktionen und Gottesdiensten. Bei den ökumenischen Bibelgesprächen arbeiten mit die Alt-Katholische Pfarrgemeinde, die Evangelisch Freikirchliche Gemeinde, das Jesus-Haus, die Evangelische Kirchengemeinde und die Katholischen Pfarrgemeinden St. Albert und St. Peter. Die Termine und Themen: 9. März: Danken und Vertrauen (Psalm 139); 23. März: Bitten und Flehen (Psalm 39); 30. März: Klagen (Psalm 22); 6. April: Loben (Psalm 150). An den Abenden wird nach einer Einleitung dazu eingeladen, das Gehörte im Gespräch miteinander zu vertiefen. Alle Interessierten sind eingeladen.

Rhein-Zeitung, Februar 2006

2005

Andernacher Christen besuchten ökumenisches Dorf
Fahrt des Initiativkreis „Christen in Andernach“ zur Kommunität Gnadenthal

Christinnen und Christen aus evangelischen, katholischen und freikirchlichen Gemeinden Andernachs folgten der Einladung des ACK-Initiativkreises „Christen in Andernach“ und verbrachten einen Samstag in Gnadenthal. Das ehemalige Zisterzienserinnen-Kloster mit wechselhafter Geschichte, ist ein kleines Dorf im Taunus und beherbergt das Zentrum der Jesus-Bruderschaft.  

Bei der Führung durch die Kommunität, salopp gesagt ein evangelisches Kloster,  erfuhren die Andernacher Gäste, dass Gnadenthal heute aus ungefähr 150 Menschen besteht, die in verschiedenen Betrieben arbeiten und Gäste zur Stille, zur Umweltbildung, zu Ehe-Seminaren, zu Ereignissen rund um Kunst und Kultur und zu Gottesdiensten und Gebetszeiten einladen. Die Jesus-Bruderschaft e.V. ist eine kommunitäre Lebensgemeinschaft von ledigen (zölibatären) Brüdern und Schwestern und Familien. Sie hat die Berufung, Christen an verschiedenen Orten zu sammeln, um gemeinsam das Leben aus dem Evangelium zu gestalten. Dabei knüpft sie an die Tradition von Orden und geistlichen Gemeinschaften an wie z.B. den Zisterziensern, den Jesuiten und der Herrnhuter Brüdergemeine (Zinzendorf) und ist inspiriert von Impulsen aus dem Lebenswerk D. Bonhoeffers, R. Guardinis und M. Bubers. Die Mitglieder der Jesus-Bruderschaft kommen aus unterschiedlichen Kirchen und Konfessionen, denen sie bleibend zugehören.

 Das Leben in der Kommunität ist geprägt durch Gebet, Gemeinschaft und Arbeit. Für ihren Lebensunterhalt kommen die Mitglieder selbst auf. Projekte werden durch eigene Mittel und Spenden, über Sponsoring-Partner sowie durch kirchliche und staatliche Unterstützung finanziert.

 Nach dem Mittagsgebet bot sich den Besuchern aus der Bäckerjungenstadt Gelegenheit, den Gnadenthaler Hofmarkt, die Buchhandlung und die Kunstgalerie zu besuchen.

 Der ACK-Initiativkreis „Christen in Andernach“ (ACK= Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen), der seit dem Jahr 2003 aktiv ist, will auch künftig mit Veranstaltungen dieser Art die ökumenische Zusammenarbeit und die christliche Gemeinschaft fördern und beleben. 

Andernacher Stadtzeitung, Juli 2005

 

Bibel neu entdecken
Ökumenische Gespräche ab dem 24. Februar

"Kraftquelle Hoffnung" heißt eine Reihe ökumenischer Bibelgespräche, die am Donnerstag, 24. Februar, 20 Uhr, im Thomas-Becket-Haus von St. Albert beginnt. Jeder Interessierte ist eingeladen.

Die ökumenischen Bibelgespräche gibt es seit 1999. Begonnen wurden sie an vier aufeinander folgenden Abenden. Seit dem vergangenen Jahr sind sie auf vier Wochen verteilt. Ebenfalls seit 2004 werden die Abende vom "Initiativkreis Andernacher Stadt-ACK" vorbereitet. ACK steht für Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen. Sie will versuchen, dass alle in der Stadt ansässigen Kirchen intensiver zusammenarbeiten bei gemeinsamen Veranstaltungen, Aktionen und Gottesdiensten, aber auch bei gemeinsamen Stellungnahmen zu aktuellen Zeitfragen im religiösen oder ethischen Bereich. Bei den ökumenischen Bibelgesprächen arbeiten die Alt-Katholische Pfarrgemeinde, die Evangelisch Freikirchliche Gemeinde, das Jesus-Haus, die Evangelische Kirchengemeinde und die Katholischen Pfarrgemeinden St. Albert und St. Peter mit. Das Angebot der Abende ist bewusst offen für alle übrigen Gemeinden der Stadt, die ihrerseits wieder andere offene Angebote auf ökumenischer Basis machen.

Die ökumenischen Bibelgespräche in der Fastenzeit wollen die Bibel neu und anders entdecken und damit auf das Osterfest innerlich einstimmen und vorbereiten.

Die Termine:
Donnerstag, 24. Februar, 20-21.30 Uhr, Wüste zwischen "Knoblauch" und "Milch und Honig" (2. Mos 3, 7-10; 4. Mos 11,5).

Donnerstag, 3. März, 20- 21.30 Uhr, Erwartung des Messias. Jerusalem heute: Zerrissene Welt - Jerusalem morgen: Gott wandelt die Welt (Jes. 2, 1-4).

Donnerstag, 10. März, 20- 21.30 Uhr, Glaubte Jesus ans nahe Weltende? (Mt. 24, 29-31).

Donnerstag, 17. März, 20- 21.30 Uhr, Nach Leiden und Not: die neue Welt Gottes (Offb. 21, 1-7).

Die Abende wollen den Teilnehmern die Möglichkeit geben, die Anregungen der Gespräche zu verwenden und zugleich über sie hinaus zu denken und ihren eigenen Weg mit den biblischen Texten zu gehen.

Rhein-Zeitung - Ausgabe Andernach vom 16.02.2005

2003

Gläubige rücken näher zusammen

Christliche Gemeinden begegnen sich in Andernach - Auftakt der ökumenischen Veranstaltungsreihe am 26. September

Seit vielen Jahren erfüllen Vertreter und Gläubige verschiedener Konfessionen in Andernach den ökumenischen Gedanken mit Leben. Jetzt wollen sich Kirchen und Gemeinden noch näher begegnen.

Mit einer Vesper in der katholischen Pfarrkirche Maria Himmelfahrt nimmt am 26. September, 19 Uhr, eine interessante ökumenische Veranstaltungsreihe ihren Auftakt. Unter dem Titel "Christliche Gemeinden begegnen sich" werden sich Kirchen und Gemeinden in Andernach jeweils an Freitagabenden im Herbst vorstellen und zum gemeinsamen Gebet einladen.

Die Begegnungen in zunächst vier verschiedenen christlichen Gemeinden Andernachs sollen den gemeinsamem ökumenischen Weg weiter bereiten. Vertreter der katholischen Pfarrei Maria Himmelfahrt, der evangelischen Kirchengemeinde, der Pfingstgemeinde und der alt- katholischen Gemeinde gestalten Gottesdienste nach "ihrer Art". Sie werden im Anschluss daran zahlreiche Fragen zu den Ursprüngen und Wesensmerkmalen ihrer christlichen Gemeinschaft beantworten. Dabei wird auch ausreichend Gelegenheit zum weiteren Informationsaustausch und zum Kennenlernen geboten.

Seit vielen Jahren gibt es in Andernach bereits Annäherungen verschiedener Konfessionen, ökumenische Gottesdienste und Begegnungen. Gläubige der beiden großen Kirchen wurden sich so mehr und mehr vertraut. Auch zahlreiche freie Gemeinden bereichern seit einigen Jahren das christliche Leben in Andernach. Vorurteile, Schwellenängste und Missverständnisse verhinderten jedoch längere Zeit die Erweiterung des innerchristlichen Dialogs.

Ende der 90er-Jahre fanden sich einige haupt- und ehrenamtliche Vertreter verschiedener christlicher Gemeinden am "runden Tisch der Kirchen und Gemeinden in Andernach" zusammen. Nach sechs Jahren "Runder Tisch", nach zahlreichen Diskussionsrunden, Aktionen und gemeinsamen Gebeten mündete dieser kleine, fast unauffällige ökumenische Prozess in den "Initiativkreis Stadt - ACK", der zwischenzeitlich durch einige interessierte Christinnen und Christen verstärkt wird.

Hinter dem Kürzel "ACK" steht "Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen", die sich auf Bundes- und Regionalebene sowie in vielen Städten Deutschlands (z.B. Neuwied) bereits gebildet hat. Eine ACK will den ökumenischen Gedanken stärken und die gegenseitige Offenheit und das Verständnis füreinander fördern, ohne andere ökumenische Arbeit ersetzen zu wollen.

"Ob es der Initiative gelingt, auch in Andernach eine solche Arbeitsgemeinschaft einzurichten und damit eine verantwortliche und koordinierende Stelle für die lokale Ökumene zu bilden, hängt sicherlich auch davon ab, wie schnell das Vertrauen untereinander zu einer soliden Basis wird und wie bald sich ein stellenweise noch zu beklagendes Nebeneinander zu einem respekt- und liebevollen Miteinander entwickelt", betonen die Initiatoren. Die Veranstaltungsreihe "Christliche Gemeinden begegnen sich" soll dazu einen Beitrag leisten.

Die Termine (jeweils 19 bis 22 Uhr) im Einzelnen: 26. September: katholische Kirche Maria Himmelfahrt (Agrippastraße); 17. Oktober: evangelische Christuskirche (Läufstraße); 14. November: Pfingstgemeinde Jesus Haus (Hammerweg); 28. November: alt-katholische Kirche St. Jakobus (Schlossgarten).

"Mit Begegnungen in zunächst vier verschiedenen christlichen Gemeinden Andernachs wollen wir versuchen, den gemeinsamen Weg zu intensivieren", heißt es. Eingeladen sind zu den Gottesdiensten und Begegnungen alle Interessierten

Rhein-Zeitung - Ausgabe Andernach vom 24.09.2003

 

Ökumene beleben

Christen wollen Arbeitsgemeinschaft gründen

Unter dem Motto "Gemeinsamkeit bezeugen" diskutierten etwa 25 Christen aus römisch-katholischen, evangelischen, alt-katholischen und freien Christengemeinden über Möglichkeiten der Intensivierung ökumenischer Zusammenarbeit auf lokaler Ebene. Ein Initiativkreis hatte zu diesem Abend in den Gemeindesaal der Christuskirche geladen. Pfarrer Hans-Werner Schlenzig von der Alt-Katholischen Gemeinde referierte zur Idee einer Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK), die bereits auf Bundesebene, regional und lokal (Beispiel: ACK Neuwied) aktiv sei und einen verbindlichen und wirksamen Rahmen für das christliche Miteinander darstelle. Über eine künftige Stadt-ACK wird jetzt nachgedacht.

Rhein-Zeitung - Ausgabe Andernach vom 22.02.2003

2002

Christen gehen vielseitige Wege

Seit fünf Jahren treffen sich Gläubige von Kirchen und Gemeinschaften zum Gedankenaustausch - Einblicke ins religiöse Leben

Christen von Konfessionen und Religionsgemeinschaften in Andernach treffen sich seit mehreren Jahren zum fruchtbaren Gedankenaustausch. Sie gingen jetzt gemeinsam durch die Stadt, um ihre christliche Verbundenheit auch nach außen hin zu dokumentieren. Sie gaben dabei ihren Mitbürgern einen Einblick in ihr Gemeindeleben. Das soll nicht das letzte Mal gewesen sein.

Beim Gespräch am "Runden Tisch" wurde die Idee von "Christen auf dem Weg" angeregt. Schon der erste Gang durch Gemeinden vor fünf Jahren stieß auf gute Resonanz. So ist es auch geblieben. Pfarrer Andreas Horn war zufrieden mit den Meldungen für die Veranstaltung. Dass aber über hundert Menschen sich auf den Weg machten, war auch für ihn eine Überraschung.

Bei anfänglich trockenem Wetter trafen sich die Christen im "Jesushaus" am Hammerweg. Dort wurden sie begrüßt und erlebten in einer Andacht, wie die Freie Christengemeinde Jesus in den Mittelpunkt ihres Lebens rückt. Die Familie des Pastors Schepik von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde hatte ein Transparent gemalt, das dem Zug durch die Stadt vorangetragen wurde. Nächste Station war die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde in der Taubentränke. Der Gemeindesaal war eine "Baustelle". Pastor Bernd Niemeier stellte die Beziehung vom Motto der Veranstaltung zum Umbau im Saal her: Am Abend erwartete er rund 200 Jugendliche zu einem Event. "Die Jugendlichen sitzen nun einmal gerne auf dem Fußboden", erklärte Niemeier. Auf der Gitarre begleitete er das gemeinsam gesungene Lied, das von Gesten der Gemeindemitglieder unterstrichen wurde.

Eine frühere Metzgerei am Wasserturm war von der "Evangelischen Freikirche" erworben worden und wird zu einem "Christlichen Zentrum" ausgebaut. Neben dem Gemeindesaal und einem kleinen Raum für Besprechungen, der im Alltag auch ein Café für Schüler ist, sind ein Raum für Kinder und eine kleine Küche vorhanden. Pastor Rudi Schepik ist durch seine Sammelaktionen für humanitäre Hilfe für Russland und Rumänien in Andernach bekannt geworden. 

Nur ein paar Schritte entfernt wurden die Wanderer in der katholischen Pfarrkirche St. Albert erwartet. Gemeindereferentin Marianne Krämer-Birsens erklärte die schlichte Architektur und Innenraumgestaltung. Es sei eine Kirche der Wege, die in die Unendlichkeit führen.

Der Weg zur "Alt-Katholischen Turmkapelle" im Kurfürstlichen Schloss war vom Nieselregen begleitet. Pfarrer Hans-Werner Schlenzig zeigte die Kunstschätze der Kapelle. Abschluss war in der Christuskirche. Pfarrer Andreas Horn verwies auf die Vielseitigkeit des christlichen Lebens in Andernach und die Bedeutung der Christuskirche für das interkonfessionelle Gespräch. Ausklang war im Gemeindesaal mit Imbiss und Gesprächen. Schriftlich konnte man sich zu "Christen auf dem Weg" äußern. (fr)

Rhein-Zeitung - Ausgabe Andernach vom 11.03.2002